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Tanzhaltung
Schwarz und Weiß stellen sich in kurzer Entfernung so voreinander
auf, daß beide Parteien die Arme in Schulterhöhe zur Seite ausstrecken
können. Weiß (e2-e4) Schwarz: (Sg8-f6). Jetzt gehen die Partner
aufeinander los. Die Körperhaltung ist gestreckt, die Schultern werden
nicht hochgezogen, sondern locker und entspannt gehalten. Weiß (Sb1-c3)
Schwarz (d7-d5). Nun winkelt Schwarz seinen rechten Arm im Ellenbogenbereich
nach innen und fährt mit dem spitzen Knochen an der Unterseite von
Weiß entlang. Weiß: (e4xd5) Schwarz: (Sf6xd5). Schwarz fährt
in seinen Bemühungen so lange fort, bis die rechte Hand auf dem Schulterblatt
von Weiß befestigt ist. Weiß: (Lf1-c4), Schwarz: (Sd5-b6).
Da das Kräftepotential beider Partner ungleich sein kann, hat der
stärkere Gegner seine linke - beziehungsweise rechte Hand - in Augenhöhe
des schwächeren Partners zu halten. Weiß: (Lc4-b3), Schwarz:
(c7-c5). Weiß plaziert seinen linken Arm so auf Schwarz, daß
drei Angriffsflächen entstehen: Handkontakt von Schwarz auf dem Schulterblatt
von Weiß, Kontakt: Unterarm - Partner mit dem Oberarm der Partnerin.
Handkontakt der Partnerin mit dem Oberarm des Partners. Weiß: (d2-d3),
Schwarz: (Sb8-c6). Dadurch bietet Schwarz der feindlichen Figur die Möglichkeit,
den rechten Flügel zu verteidigen. Weiß: (Sg1-f3), Schwarz:
(e7-e5). Mit der linken Hand greift Weiß den rechten Ärmel von
Schwarz an. Weiß: (0-0), Schwarz: (Lc8-g4). Beide Figuren stehen
sich nun mit versetzten Füßen gegenüber; das bedeutet,
daß sich in geschlossener Position der rechte Fuß des Gegners
zwischen den Füßen des Angreifers befindet. Weiß: (h2-h3),
Schwarz: (Lg4-h5). Er darf nicht wegziehen, weil sich ihr linker Schuh
an der äußeren Seite seines rechten Fußes befindet. Weiß:
(Sf3xe5!). Ein Damenopfer, das in vergleichbaren Stellungen häufig
gebracht wird. Schwarz antwortet mit: (Lh5xd1). Der Blick ist aufrecht
und der Kopf erhoben. Wenn Schwarz die Dame jetzt nicht nimmt, verliert
er in seiner schlechten Stellung einen Bauern. Beide Partner blicken über
die rechte Schulter nach links. Weiß: (Lb3xf7+). Die Jagd auf den
König beginnt!
Grundschritt
Bei der Drehung ist darauf zu achten, daß sich zuerst der Körper
und dann der Fuß bewegt, da der Körper aufgrund seiner Masse
einen Drehimpuls besitzt. Bei allen Drehbewegungen müssen die Knie
locker gehalten werden. Der Rückwärtstanzende darf sein Körpergewicht
nicht ausschließlich über dem Fußballen balancieren. Vielmehr
ist er dazu verpflichtet, einen Teil des Gewichts auf die Fersen auszulagern.
Es ist darauf zu achten, daß die inneren Fußkanten bei jedem
Schritt aneinander vorbeigeführt werden. Eröffnung: Schwarz hat
stets anzuzeigen, mit welchem Fuß begonnen werden soll. Schwarz beginnt
nun mit dem rechten Fuß (Ke8-e7) und setzt den linken ein wenig zur
Seite, wobei dieser das Gewicht übernimmt. Weiß (Lc1-g5+) Schwarz
(Ke7-d6) Ein schöner Zug. Die weiße Dame hat die erste Phase
ihres Plans abgeschlossen: Sie hat den König ins Freie gezerrt. Weiß
könnte jetzt auf d8 schlagen und die geopferte Dame zurückgewinnen.
Aber warum Damen schlagen, wenn das Matt schon in der Luft liegt? Der schwarze
König ist die Beute auf offenem Feld und die weißen Figuren
sind die Hunde, die ihm hart auf den Fersen sind! (Sc3-e4+) Der schwarze
König hat die Wahl. Er kann auf c7 Deckung suchen oder den Springer
e5 schlagen und inbrünstig um sein Überleben beten. Läuft
er weg, steht er zum Schluß mit einer verdorbenen Stellung da. (Kd6xe5).
Jetzt geht die weiße Dame zur zweiten Phase ihres Plans über:
den schwarzen König so in die Enge zu treiben, daß ihm kein
Fluchtweg mehr bleibt. In dieser Situation zieht Schwarz das Standbein
zurück und verlagert sein Körpergewicht auf das Tanzbein. Weiß
(f2-f4+) Schwarz (Ke5-d4). Weiß antwortet (Ta1xd5!). Der schwarze
König hat keinen Fluchtweg. Im Bewußtsein dieser Tatsache gönnt
sich die Dame eine Verschnaufpause von ihren Schachgeboten und bereitet
die letzte Phase vor: die Hinrichtung. Schwarz (Kd4-e3), Weiß (Tf1-f3+).
Die letzten Züge eines sterbenden Monarchen (Ke2-e1).
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