Lustige Volksmusikanten (XIV)

Konsequent widmete er seine Vormittage dem Komponieren und die Nächte dem Saufen. So schrieb er allein in einem Jahr 150 Lieder und schaffte in einer arbeitsreichen Nacht bis zu acht Liter. Nachmittags saß er mit befreundeten Musikern und Dichtern in den Cafes, plauderte und trank ausgiebig. Nach manch einer durchzechten Nacht mußten die Freunde Schwammerl unterstützen. Seine Freunde - vor allem Musiker, Maler und Schriftsteller - unterstützen ihn überhaupt, so gut sie konnten. Verzaubert von seinem Sinn für Fröhlichkeit, kauften sie die dunklen Seiten von Schwammerls Wesen gern. Die zeigten sich vor allem, wenn er zuviel getrunken hatte - dann wurde er trübsinnig, manchmal auch betrunken. Bisweilen lähmten ihn Depressionen, woran seine Freunde regelmäßig verzweifelten. An einen Freund schrieb er: